Willkommen beim Cake Pirate

Nachdem ich letztes Wochenende tatsächlich zwei Torten in time und ausnahmsweise ohne Riesenschweinerei in der Wohnung (Stichwort: Butter am Socken) hinbekommen habe, kam mir die Frage in den Sinn, was ich diesmal anders gemacht habe als sonst….

Meistens überlege ich gar nicht, ob ich überhaupt Zeit habe, zu backen, bzw. sage jedes Mal wenn mich jemand aus der Familie oder Freunde fragen, ob ich eine Torte backen kann, grundsätzlich schon mal ja. Egal ob ich an drei von fünf Tagen in der Woche schon verabredet bin oder überhaupt nicht im Lande. Bisher hat es bis auf einen Unfall aber doch immer geklappt. Zwar mit schlaflosen oder kurzen Nächten, einer vollgesauten Küche und unendlich Stress, aber mit meistens tollem Ergebnis.

Ich habe eine ganz eigene Art von Ordnung.

Das ist nicht nur so eine Phrase, es ist wirklich so. Ich plane eigentlich eben doch jede Torte; Kaufe Zutaten ein, aber meistens interessiert es mich dann nicht bis ins kleinste Detail, ob ich jetzt auch wirklich alle Zutaten habe. Plane ein an welchem tag ich backe, an welchem dekoriere usw. Aber ich habe leider absolut kein Zeitgefühl. Gar keins. Null. Entweder ich denke ich schaffe das alles ganz schnell oder ich backe dann noch mal Cupcakes oder Torten on top.

Ich kann nicht nein sagen.Nie.

Zurück zum Thema: Wieso war es letztes Wochenende anders? Nachdem das mit Torte Nummer 1 gut funktioniert hat, habe ich voll motiviert beschlossen mein Backzeug ausnahmsweise mal sofort aufzuräumen und nicht wie sonst, erst irgendwann im Laufe der Woche, oder noch eher, am nächsten Wochenende meine Werkzeuge, Cutter etc. wegzuräumen. Das Problem bei mir ist aber auch, dass ich Dinge nicht einfach nur aufräumen kann, sondern dann gleich grundsätzlich Orndnung mache. Wieso auch nicht, hab ja noch zwei hübsche (hübsch ist zugegebener maßen häufig ausschlaggebend für viele Entscheidungen) Boxen aus Kroatien die ich mir im Urlaub gekauft habe. Also alles auf dem Esstisch ausbreiten: Silikonmatten, Stencils, Cutter, Gelfarben, Puderfarben, Blumenwerkzeug, Blumendraht nach Farben und dicke sortieren, meine ca 50 wilton und wenn ich schon dabei bin, kann ich ja die Tprtenplatten und Cupcake-Boxen auch aufräumen und gleich mal ausprobieren wie man die zusammenbaut. Und ich kann mein Blumenwerkzeug ehrfürchtig anschauen und durch meine Backbücher und –Zeitschriften blättern und dann auch gleich den ganzen Wintergarten aufräumen. Ich verzettel mich also mal wieder. Obwohl wir um 13:00 zum Geburtstag von Oma müssen.

Na ja geschafft habe ich es natürlich schon, aber erst nachdem ich beim Blick auf die Uhr nervös geworden bin und wie immer angefangen habe mich zu hetzen.

Am Samstag stehe ich früh auf, weil die Deko für Torte Nummer 2 ansteht. Zuerst surfe ich aber wie immer erst einmal völlig sinnlos auf facebook, twitter und co. (das lasse ich mal unkommentiert) und schaue mir tolle Torten, Dekos, Werkzeuge usw. im Netz an. Das mache ich sowieso dauernd. Eine Hälfte meines Gehirns besteht mittlerweile sowieso nur noch aus Teig, Rezepten, Fondant, Blütenpaste, und Zuckerpaste.

Ab jetzt alles mit System: Excel-Wahn

Heute ist aber etwas anders: Ich mache mir einen Plan und beschließe nach jedem Schritt mein Zeug gleich aufzuräumen. Ich brauche natürlich wieder halbe Stunde länger als gedacht, aber das ist besser als die Stunden die ich normal länger brauche. Und ich räume danach ordentlich auf. Mit System. Alles mit System. Mein neues Nebenhobby mit dem ich mich toll verzetteln kann. Anstelle nämlich meinen Blog, den unser lieber Freund Timo mir in seiner Freizeit bereits im Juli fertig programmiert hat, zu befüllen, fange ich an Excel-Listen zu schreiben; Ausgaben – bis ins Detail von der ersten Ausgabe im Dezember bis jetzt recherchiert, Material- und Tortenkosten bis ins allerkleinste detail usw. Da es mir zu schwammig erscheint die Kosten pro Torte nur zu schätzen, erstelle ich schnell mal ein Excel bei dem ich ab sofort mg-genau die Kosten für jede bestimmen kann. Und wie ich mich darüber freue. Wie ein kleines Kind das es gerade geschafft hat bis 100 durchzuzählen.

Dabei hasse ich Excel. Excel ist für mich totale Schikane. Zumindest früher, wenigstens anfang des Jahres. Neuerdings stehe ich aber drauf, weil Excel eine tolle Mogelpackung sind: es sieht immer so aus, als habe man etwas gemacht. So nach Ergebnis.

Leider hat mich mein Mann durchschaut. Anstelle mich dafür zu loben, dass ich jetzt ganz genau sagen kann wie teuer meine Kekstorte bei einer springform von 18, 26 oder 28cm ist, fragt er, wann ich denn endlich anfange zu bloggen. Ich rede mich wie immer raus, gehe nach der Arbeit zum Sport und koche danach Essen für meine Kolleginnen und mich. Obwohl ich eigentlich schon gestern mit der Fondant-Figur für Freitag anfangen wollte. Mach ich morgen. Weil ich eigentlich weiß dass das langt, aber mir einbilde, jetzt mit System rangehen zu müssen. Weil ich schon total Excel-gestört bin. Ich bin ein Excel-Freak.

Dabei will ich doch nur backen, backen, backen, dekorieren und euch auf meinem Blog ganz viel davon erzählen: was gut läuft, was schlecht läuft, will mit eich meine eigenen Rezepte teilen und alles was mit zum Thema Torten und Kuchen gerade so durch den Kopf schwirrt – und das ist viel – teilen. Aber ich will es strukturiert und richtig konzipiert machen.

Waaaaaas zum Teufel? Ich bin genau der gleiche Excel-Freak auf die ich immer schimpfe: Form follows funkction ihr Klemmis!!!!

Ab jetzt wird gebloggt!

Freut euch zusammen mit mir auf Bilder, Rezepte rund ums Backen und Torten dekorieren, aber auch auf vegane Experimente, Tipps, Ideen und was Ihr euch alles wünscht.

Also immer her mit den Ideen!

Euer
Pingu the Cake Pirate


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